EMAAge

Alltagskompetenz und Lebensqualität geriatrischer Patientinnen und Patienten vor und nach Behandlung in der Notaufnahme. Analyse von Status quo und Optimierungspotentialen am Beispiel proximaler Femurfrakturen

  • Geriatrische Patientinnen und Patienten
  • Lebensqualität
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  • Schenkelhalsfraktur

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Der demografische Wandel stellt auch für die Notfall- und Akutmedizin eine große Herausforderung dar: Die Zahl geriatrischer Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen steigt - voraussichtlich auch in den kommenden Jahrzehnten. Über die Charakteristika dieser Patientengruppe, ihre Versorgungsverläufe und über die mittelfristigen Konsequenzen der Erkrankung und die Ergebnisse ihrer Behandlung liegen allerdings nur unzureichende Daten vor.

EMAAge untersucht in einer prospektiven Kohortenstudie Notaufnahmepatientinnen und -patienten mit einer Schenkelhalsfraktur (proximale Femurfraktur) - eine häufige Verletzung bei älteren Menschen mit potentiell negativen Auswirkungen auf die Alltagskompetenz und Lebensqualität der betroffenen Patientinnen und Patienten.

Im Zentrum der Studie steht die Erhebung dieser sogenannten Patient-reported Outcomes (PRO). Die Patientinnen und Patienten werden im Krankenhaus zur Situation vor ihrer Notaufnahmebehandlung und sechs Monate später mithilfe Tablet-PC-gestützter standardisierter Fragebögen zu ihrer Lebens- und Versorgungssituation sowie insbesondere ihrer Alltagskompetenz und Lebensqualität befragt. Daten zu Diagnosen und Behandlungen in der Notaufnahme und während des stationären Aufenthalts werden zusätzlich für jeden Patienten und jede Patientin über das Krankenhausinformationssystem (KIS) erhoben. 

In einem qualitativen Forschungsmodul wird zudem die Perspektive der Gesundheitsdienstleister auf die Versorgungssituation geriatrischer Notaufnahmepatientinnen und -patienten untersucht. Hierfür werden leitfadengestützte Experteninterviews mit Ärzten und Ärztinnen, Pflegefachkräften, Rettungssanitätern, Pflegeheimbeschäftigten, Rehabilitationsärzten und -ärztinnen und anderen relevanten Versorgenden über deren Erfahrungen und Erwartungen geführt.  

Ziel der Studie

Im Zentrum steht eine prospektive, multizentrische Kohortenstudie zu Patientinnen und Patienten mit proximaler Femurfraktur als typischer Notaufnahme-Indikation.

Hauptziele der Studie sind die Charakterisierung der Patientinnen und Patienten hinsichtlich ihrer Alltagskompetenz und ihrer Lebensqualität vor und nach der Einweisung in die Notaufnahme und die Identifizierung von Optimierungspotenzialen in ihrer Versorgung.

Darüber hinaus werden in Experteninterviews mit professionellen Versorgern aus allen relevanten Sektoren und Berufen qualitative Daten zur (Notfall-)Versorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten erhoben.

Ansprechpartner

  • Mag. art. Johannes Deutschbein, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft
  • Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Andrea Figura, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik